Endlich!!!
Bericht November 21st, 2009
Hallo Liebe Leser,
tut mit wirklich unendlich Leid, dass ich die ganze Zeit den Blog nicht updaten konnte. Wir hatten nun knapp 1 Monat keinen PC im Share-House. Ab und zu konnte ich vom Kindergarten aus schreiben, aber das hielt sich auch in Grenzen.
Doch nun ist alles beim Alten: Wir haben wieder einen Rechner, d.h. ich kann wieder regelmaessig den Blog aktualisieren!
Es gibt unendlich viele Dinge zu schreiben. Ich beginne einfach mal mit dem Loesen des kleinen Raetsels: “Mit — reden”, hatte ich im letzten Eintrag geschrieben. Mit wem oder was reden japanische Kinder? Die Antwort lautet: mit dem Essen! Ganz genau, richtig gelesen. “Mit dem Essen reden” ist eine japanische Erziehungsmethode.
Unzwar: Wenn das Kind nicht fertig aufessen konnte endschuldigt es sich beim Essen. Schaut sich das Essen an und entschuldigt sich. Somit baut das Kind eine Art Gefuehl gegenueber dem Essen auf, sodass es dem Kind Leid tut. “Das naechste Mal werde ich aufessen!”.
In den letzten 2 Tagen war ich in einer anderen Stadt, namens Kouri-Yama. Die liegt etwas noerdlich, d.h. es ist etwas kaelter. Dazu kommt, dass es in den Bergen liegt. Es war kalt und nass.
Es ging gestern um 5 Uhr morgens los, bzw. ich bin um 5 Uhr aufgestanden. Um 7 Uhr traf ich mich mit dem Besitzer der 4 Kindertagesstaetten, der mich per Auto nach Kouri-Yama brachte (ca. 3, 4 Stunden Fahrt?). Drueben, trafen wir noch einen weiteren Vertreter einer Kindertagesstaette und fingen mit den Arbeiten an. Was fuer Arbeiten ueberhaupt?
Die Kindertagesstaettengruppe plant eine Art Bungalow-Camp fuer Kinder in den Bergen. Dafuer wurden alte “Haeuschen” und “Huetten” abgerissen und neue Gebaeude gebaut. Unsere Arbeit war es die alten Haeuser und Huetten leer zu raeumen und “Noch brauchbar” von “nicht mehr brauchbar” zu trennen. Das war eine recht staubige Arbeit. Im Endeffekt war es aber ein wunderschoener Trip in den Bergen Japans.
Uebernachtet haben wir in einem anderen Bungalow-Camp. Dort gab es ein Schnell-Restaurant, ein Badehaus und eine ziemlich gemuetliche Lounge. Unser Haeuschen war von Innen recht gross, sodass man sich richtig gemuetlich machen konnte. Obwohl wir ziemlich erschoepft waren haben wir uns bis ca. halb-12 unterhalten: Religion, derzeitige Situation der Kindertagessstaetten, Politik, Komedie, Agrarwirtschaft… Recht “schwere” Themen zur spaeten Stunde (bis auf Komedie vielleicht).
Am naechsten Tag (heute) ging es recht gemuetlich los. Um ca. 8 Uhr Fruehstueck, anschliessend ruhig und langsam Richtung Bungalow-Camp. Leider hat es recht stark geregnet, sodass wir etwas verspaetet anfangen mussten. Aber die Zeit haben wir natuerlich mit Arbeiten genutzt, die man “Innen” erledigen kann: Aufraeumen, fegen, sortieren, tragen, putzen etc.
Um ca. 5 Uhr haben wir uns auf den Rueckweg gemacht. Vorher noch eine koestliche Nudelsuppe (Ramen) zum Aufwaermen des Koerpers und los ging es. Da naechste Woche Montag Feiertag ist, somit langes Wochende, hat sich die “Autobahn” etwas gestaut. An manchen Gegenden ging es recht schleppend voran, sodass wir ca. 1, 5 Stunden laenger gebraucht haben. Zurueck in Tokyo, wurde ich bis zum Shinjuku Bahnhof gebracht. Von dort aus sind es nur 6 Stationen bis zum Share-House.
Nun sitze ich hier am “neuen Gebraucht-Share-Netbook” und tippe. Es ist kurz nach 11, aber ich bin nicht wirklich muede. Vielleicht lese ich noch etwas im Buch, das ich letztens gekauft habe, dann werde ich sicherlich muede.
Gute Nacht.
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