Dan-Chan & Nr. 18

Bericht Oktober 8th, 2009

Mein Dienst hat gestern begonnen. 

Mir wurde nochmals der gesamte Kindergarten gezeigt, diesmal mit Betraeuerinnen und Kinder. Die Bereiche des Kindergartens sind folgendermassen eingeteilt: Kinder unter 1 Jahr, 1-2 Jaehrige und 3-5 Jaehrige.

Es steht ein Herbstfest bevor. Ich werde mit den Vorbereitungsarbeiten vertraut gemacht. An verschiedenen Staenden werden kleine Baelle zum Werfen benoetigt werden. Meine erste Aufgabe war es diese Baelle aus Zeitungspapier  und Klebeband zu basteln. Es werden ein Korb voll Weisse (weisses Klebeband) und ein Korb voll Rote (rotes Klebeband) Baelle benoetigt.

Neben Spielstaenden wird es auf dem Fest auch Essstaende geben. Ehemalige Kindergartenmitglieder, die inzwischen in die Grundschule gehen werden einen Stand aufbauen, an dem es Ton-Jiru geben wird. Das ist eine Art japanischer Eintopf, mit Karotten, Pilzen, Kartoffeln etc.
Nachdem Baelle-basteln habe ich den Gruendschuelern beim Probekochen geholfen. Natuerlich ist die Kuechencheffin (RUMI-san) immer dabei und erklaert.

Zur ersten Haelfte des Titels: Dan-Chan. Als ich die Baellchen im Buero bastelte fragte die Kindergartencheffin einem Mitarbeiter ”Wo ist Dan-Chan?”
Manche Blogleser wissen vielleicht, dass -Chan eine Silbe zum “verniedlichen” ist. D.h., wenn ich bspw. meinen eigenen Namen verniedlichen wuerde, so wuerde es Julian-Chan heissen (normalerweise verniedlicht man nur Frauen).
Karton heisst auf japanisch Danbooru
“Wer ist nun Dan-Chan?”
Es stellte sich kurze Zeit spaeter schon heraus: Dan-Chan ist ein Spezialmesser zum Schneiden von Kartons. Der Kindergarten gibt seinen Werkzeugen und sonstigen Dingen anscheind Namen. Ein Geraet zum Messer von Abstaenden nennt sich Kolo-Kolo-Chan.

Naechster Tag: Also Heute.

Nr. 18 ist ein Taifun. Ich glaube nicht, dass man es in Deutschland irgendwie mitbekommen hat, aber heute wuetete ein Taifun. Heute morgen sah man in den Nachrichten nichts anderes, als Wettervorhersagen und Katastrophenberichte.

Mein Zug (JR) bewegte sich heute morgen keinen Zentimeter. 2,5 Stunden musste ich warten. Es war anscheind das erste Mal, dass alle JR-Zuege in Tokyo stehen blieben. Ich kam in Endeffekt ca. 1,5 Stunden zu spaet, aber die Cheffin wusste natuerlich Bescheid.

Heute habe ich an den Baellchen weitergearbeitet und ein Regal auseinander geschraubt. Es werden bald neue Regale vom Tischler (den ich im letzten Eintrag erwaehnt hatte) gebaut werden.





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